Altgriechisch als Schulfach

Am Anfang war das Wort ...

So beginnt nicht nur das Johannes-Evangelium, dies ist auch ein großartiger Werbeslogan für die Beschäftigung mit Sprache überhaupt und mit Griechisch in besonderem Maße.

Der Text des Johannes-Evangeliums wurde ursprünglich in Griechisch verfasst. Dort bedeutet logos nicht nur "Wort", sondern auch "Rede, Sage, Spruch, Gedanke, Überlegung, Bedeutung,..." bis hin zu "Grundprinzip" (daher auch unser Fremdwort Logik).

Gedanken fassen ohne Sprache? Geht nicht! Zusammenhänge erkennen und merken ohne Sprache? Geht nicht! Sprache bestimmt unsere Denkstrukturen stärker, als uns zunächst bewusst ist. Und Griechisch? Diese Sprache hat wie keine andere die Denkstrukturen der Denker von der Antike bis heute geprägt.
 

Was lernt man, wenn man Griechisch lernt?

  • Eine neue Schrift,

  • Grundlegende Kenntnisse der altgriechischen Sprache, wodurch Einblicke erworben werden in die indo-germanische Sprachfamilie,

  • Vertiefte Einblicke in die Grundlagen der europäischen Kultur (Philosophie, Literaturtheorie, Demokratieverständnis, Theater, Entstehung des Christentums, ...).


Wer sollte Griechisch lernen?

  • Alle, die sich eine weitere Fremdsprache zutrauen,

  • Alle, die Interesse an der Antike haben,

  • Alle, die Freude an der Beschäftigung mit Sprache haben.

  • Vorbildung durch den Lateinunterricht ist vorteilhaft. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten des Vergleichs und Transfers, denn die Strukturen sind ähnlich.

  • Das Graecum ist für mehrere geisteswissenschaftliche Fächer Voraussetzung oder erwünscht und nützlich, z.B. für Archäologie, Theologie oder Sprachwissenschaften sowie den Doktor in Alter Geschichte.

Wo kann man in Dortmund Griechisch lernen?

In Dortmund gibt es am Stadtgymnasium die Möglichkeit, Griechisch im Wahlpflichtbereich II ab Klasse 8 zu belegen.

Dort wird mit dem Lehrbuch "Kantharos" aus dem Klett-Verlag gearbeitet. Das Lehrbuch ist anspruchsvoll und abwechslungsreich. Es behandelt Themen aus den Bereichen Philosophie, Anekdoten, Mythologie usw. Außerdem vermittelt es Sachinformationen, beispielsweise zum Alltagsleben, zur Kindererziehung, zur antiken Stadt, zu den Olympischen Spielen, zum griechischen Tempel. Zum Unterricht gehören auch Referate sowie Ausstellungs- und Museumsbesuche.

Nach der Spracherwerbsphase (1,5 bis 2 Jahre) liest man eine Anfangslektüre, zum Beispiel Auszüge aus der Anabasis von Xenophon, aus den Satiren von Lukian oder aus dem Neuen Testament. Am Ende der Jahrgangsstufe 11 erwirbt man das Graecum.
 

Weitere Informationen:

Viele weitere Informationen findet man auf den Seiten der Linkliste.

Hier sind drei gut gemachte Homepages anderer Schulen, an denen Griechisch gelernt wird. Dort findet man weitere Gründe für den Griechischunterricht, aber auch Hinweise zum möglichen Ablauf und zu Inhalten des Griechischunterrichts:

Arndt-Gymnasium Berlin-Dahlem
http://www.agd.cidsnet.de/Faecher/Griechisch/Griechisch.php

Johanneum Lüneburg
http://www.johanneum.eu/texte/seite.php?id=113708

Informationen für Schüler und Eltern zum Griechischunterricht sowie Beispiele für die Bedeutung der hellenistischen Kultur findet man hier: http://www.altesprachen.de/heureka/

Ein Plädoyer für den Griechischunterricht an Gymnasien:
http://www.quod-est-dicendum.org/Zeitgeschehen/Griechisch_heute_MH_02_11_02.htm

Ein längerer Artikel "Zur Lage des Griechisch-Unterrichts in der Bundesrepublik Deutschland (2006/07)" aus dem Lehrstuhl für Griechische Philologie der Universität Regensburg:
http://www.uni-regensburg.de/Fakultaeten/phil_Fak_IV/Klass_Phil/Gruber-Dateien/Statistik2005.htm